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conny_BS
Ferien-Guru


Anmeldungsdatum: 15.03.2005
Beiträge: 145
Wohnort: Niedersachsen

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Verfasst am:
Fr Jan 26, 2007 14:29 Größenwahn in Ägypten ?????????? |
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Klotzen wie die Pharaonen
Tourismusplaner wollen Luxor zum riesigen Erlebnispark aufpeppen, Vorbilder suchen sie in Las Vegas. Für Dorfbewohner bleibt da allerdings kein Platz.
Wie schwer wiegt die menschliche Würde? Schwer, sagt Aschraf. Der junge Ägypter steht vor dem Haus, das sein Großvater gebaut hat, "mit den eigenen Händen". Ein Bagger reißt gerade die letzten Wände nieder, die Zähne der Schaufel zerren am Mauerwerk.
Steine fallen, Balken brechen, Mauern stürzen in sich zusammen. Staub steigt auf und hüllt Aschrafs Großmutter ein. Die sitzt am Boden vor dem Haus, zwischen einem Sammelsurium aus Möbeln, Kühlschrank, Herd, Fernseher und billigen Plastikteppichen. Sie schlägt die Hand vors Gesicht.
Aschraf sagt: "Warum wehren wir uns nicht? So verliere ich den letzten Selbstrespekt."
Es bleibt nicht viel übrig von Aschrafs Haus und auch nicht viel von seinem Selbstrespekt: Die ägyptische Regierung hat angeordnet, dass das Haus abgerissen wird, so wie fast alle anderen Häuser in Gurna.
Von Anbeginn gehörten die knapp 50 klobigen Lehmziegelhäuser am Berghang zum Tal der Könige zur Szenerie des Ägyptentourismus wie die goldene Maske des Pharaos Tutenchamun oder die Pyramiden von Gizeh.
Weltbekannt sind sie, die bunt bemalten Häuser über den "Gräbern der Noblen", zwischen denen barfüßige Kinder die Touristen in die Shops der Alabasterhändler locken, wo es den Kopf der Nofretete, die unausweichliche Tut-Maske und anderen Pharaonen-Nippes in allen Größen, Formen und Farben gibt.
Jetzt aber kommt das Aus für das alte Gurna: Die Regierung will Luxor samt der Totenstadt ins größte, schönste und sauberste Freilichtmuseum der Welt verwandeln.
Die schäbigen Häuser der Grabräuber von Gurna passen nicht ins Konzept der Tourismusplaner. Auch nicht das Haus von Aschraf, dessen neunköpfige Familie seit Generationen dort lebt und der seinen richtigen Namen aus Angst vor der Polizei nicht nennen will.
Ein Besuch bei Samir Farag im Büro, auf der anderen Seite des Nils, mitten im geschäftigen Luxor mit seinen frisch gestrichenen Fassaden: Hier scheinen die Würde und der Selbstrespekt weniger schwer zu wiegen.
Hier könnt ihr weiterlesen:
http://www.sueddeutsche.de/,tt5m2/reise/special/277/93184/index.html/reise/artikel/406/99307/article.html
_________________ Kannst du den Mond sehen, -brauchst du dich um die Sterne nicht zu kümmern!!
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Marco
Site Admin


Alter: 29
Anmeldungsdatum: 09.08.2002
Beiträge: 1552
Wohnort: Chur, Schweiz

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Verfasst am:
Fr Jan 26, 2007 14:32 (Kein Titel) |
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Die spinnen ja komplett
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conny_BS
Ferien-Guru


Anmeldungsdatum: 15.03.2005
Beiträge: 145
Wohnort: Niedersachsen

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Verfasst am:
Fr Jan 26, 2007 14:45 (Kein Titel) |
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