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Antalya Flughafen
Ferien - Neuling

Alter: 29
Anmeldungsdatum: 17.01.2006
Beiträge: 7
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Verfasst am:
Mi Jan 18, 2006 10:22 Unterwassermuseum Bodrum |
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Unterwassermuseum Bodrum - eines der am besten geführten Museen der Welt
Das Unterwassermuseum Bodrums ist in der Johanniterburg untergebracht, die der Stadt vorgelagert auf einem Felsen zwischen den beiden Häfen zu finden ist.
Das Kastell wurde im 15. Jahrhundert erbaut und diente Kreuzrittern aus aller Herren Länder als Festung. Von dieser Zeit zeugen bis heute die verschiedenen Türme, die nach der jeweiligen Landsmannschaft benannt wurden. Der mit 47 Metern höchste ist der "Französische Turm". Außerdem gibt es noch den deutschen, spanischen, italienischen und den englischen Turm. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Burg als Gefängnis genutzt.
Seit 1961 ist das Kastell offiziell und in erster Linie Museum für Unterwasser-Archäologie. Zu besichtigen sind folgende Abteilungen:
* eine Amphorenausstellung
* ein oströmisches Boot
* eine Münzen- und Juwelensammlung
* der "Salon der Karischen Prinzessin"
* der "Englische Turm"
* Folterkammer
* der "Deutsche Turm"
* ein türkisches Bad (Hamam)
Die im Kastell ausgestellten Amphoren stellen wohl die größte Amphorensammlung der Welt dar. Hier wird anschaulich dargestellt, wie und für was die Gefäße durch verschiedene Zeitalter hindurch gebraucht wurden. Einen besonderen Reiz stellt hier der nachgebaute Weinladen dar, in dem Muesumsangestellte, in römische Gewänder gehüllt, dann und wann Wein oder Souvenirs verkaufen.
Das oströmische Wrack stammt aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. und lag bis zu seiner Hebung in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts unberührt auf dem Meeresboden. An der Ausgrabung und Hebung des Schiffs war auch der heutige Museumsdirektor, T. Oguz Alpozen, beteiligt. Die Funde sind, neben anderen Wracks, seit mehr als 30 Jahren im Unterwassermuseum ausgestellt.
Eine der beeindruckensten Ausstellungen des Museums dreht sich um die "Karische Prinzessin". Ihre Grabkammer mit unversehrtem Sarkophag wurde 1989 in Bodrum entdeckt und von den Fachleuten des Unterwassermuseums geöffnet. Der Sarkophag wurde damals vor vielen Zuschauern geöffnet. Er barg das außerordentlich gut erhaltene Skelett einer Frau, die wahrscheinlich im 4. Jahrhundert v. Chr. lebte und von adliger Herkunft war. Als Grabbeigaben fand man eine goldene Krone, goldene Halsbänder, Ringe und Armbänder. Heute ist die "Karische Prinzessin" zusammen mit ihren Grabbeigaben in einem Raum, der einem Festhaus ihrer Zeit nachempfunden ist, ausgestellt.
Das Unterwassermuseum Bodrum erhielt 1995 im Wettbewerb europäischer Museen das Prädikat "Besonders lobenswert", weil es in beeindruckender Weise traditionelle Museumskultur mit moderner Ausstellungstechnik verbindet.
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