Hotelbewertung für: 375 views
 
 

Coconut Village*** in Rasdu-Atoll (Malediven)

 
     
 
Autor: Anonymous
     
Reisedatum: Januar/Februar 2005
     
Empfohlen: Nein
     
Allgemein:
Kuramathi ist die größte für den Tourismus freigegebene Malediveninsel. Dadurch findet man immer ein intimes Plätzchen am Strand. Die Anlage ist mit Sandwegen ausgestattet und schön in die Landschaft integriert. Man läuft barfuß. Wäsche kann man gut und günstig waschen lassen. Die Insel hat eine meeresbiologische Station, an der regelmäßig Vorträge und Vorführungen angeboten werden und die sehr empfehlenswert ist. Das Korallenriff ist deutlich durch die Korallenbleiche geschädigt und nur mittelmäßig. Der Artenreichtum ist dagegen hoch. Schäden durch den Tsunami gibt es keine. Die Anreise mit dem Wasserflugzeug ist ein Erlebnis, spart aber kaum Zeit. Die Gäste waren vorwiegend Briten und Deutsche, aber auch Russen und Italiener. Alle Altersgruppen waren vertreten, aber kaum Kinder.
     
Anlage:
Das Coconut Village ist de facto Teil des Hotels Kuramathi Village. Die Bungalows sind in einem ordentlichen Zustand und gut eingerichtet. Schön ist die Außendusche und das große Himmelbett. Die Klimaanlage funktionierte einwandfrei. Leider fehlen Haartrockner. Auch Radio und Fernseher sind nicht vorhanden. Die Bungalows werden zweimal am Tag gereinigt und sind sehr sauber. Unser Bungalow wurde leider von zahlreichen Ameisen und Kakerlaken besucht. Zwar muß man in warmen Ländern damit rechen. Aber selbst in Nordafrika und Südamerika hatten wir nicht so viele Kakerlaken wie dort. Besser wurde es, als der Bungalow auf unsere Bitte hin gesprüht wurde. Die Cocktailbar und der Coffee Shop sind sehr schön, das Hauptrestaurant leider nicht so (siehe unten).
     
Lage:
Man sollte sich um einen Bungalow unterhalb der Nr. 75 bemühen, da ansonsten die Nähe zum Generator hörbar ist.
     
Strand:
Das Coconut Village ist am besten Strandabschnitt der Insel Kuramathi gelegen. Der Sand ist fein und alles sieht so aus, wie man sich die Malediven vorstellt. Jedem Bungalow sind zwei Plastikstühle zugeordnet. Liegen gibt es nicht. Strandhandtücher werden gestellt.
     
Unterhaltung
Sport:
Neben der Tauchschule und der Surfschule gibt es ein Beachvolleyballfeld, einen Kicker und eine Tischtennisplatte. Für die Benutzung des Fitnessraums des Hotels Cottage Club muß man 15 Dollar pro Woche bezahlen. Darin inbegriffen ist die Benutzung des Süßwasserpools. Abends gibt es in der Cocktailbar Musik, die teilweise live ist. Es gibt auch Diskoabende, die darin bestehen, daß die Musik lauter ist und bunte Scheinwerfer leuchten.
     
Verpflegung:
Die Qualität des Essens ist gut, allerdings ist die Atmosphäre im Restaurant nicht sehr angenehm. Büffets und Menüs wechseln einander ab. Wenn man das Menü nicht mag, gibt es jeweils ein Mini-Buffet, das immer aus Pasta, Reis und Curry besteht. Man sitzt sehr beengt auf Tuchfühlung mit dem Nachbarn. Die Stahlrohrstühle mit altrosa Kunstlederbezug, das Geschirr und das ziemlich abgenutzte Besteck erinnern eher an eine deutsche Jugendherberge als ein ein Hotelrestaurant. Der Unterschied in der Aufmachung zu den Restaurants des Cottage Club und des Blue Lagoon ist deutlich. Im April 2005 wird das Restaurant erweitert, was hoffentlich zu Verbesserungen führen wird. Der Service ist äußerst mittelmäßig, um nicht zu sagen schlecht. Die Kellner trödeln und sind unaufmerksam. Gut sind sie dagegen im Coffee Shop. Wer einen guten Tisch möchte, darf am Trinkgeld nicht sparen.
     
Kinder-
freundlich:
[nicht bewertet]
     
Preis /
Leistung:
Wir haben zu zweit für 14 Tage all inklusive €5000 gezahlt (inkl. Transfer mit dem Wasserflugzeug). Dieser Preis erschien uns im Vergleich zu anderen Reisen eher überhöht. Die Bestuhlung auf dem LTU-Flug in der Economy Class war unverschämt. Das Hotel ist nachlässig geführt. Z.B. gab es in der Toilette des Hauptrestaurants weder Halter für das Toilettenpapier noch Handtücher oder einen Fön. Das Personal ist schlecht geschult und versteht teilweise kaum Englisch, erwartet aber für jede Leistung Trinkgelder. In der Bar waren teilweise abends einfach keine Kellner zu sehen, die Drinks mußte man sich selbst holen. Die Preise für Ausflüge und Extraleistungen sind sehr hoch, außer für die Wäsche. Wer hierher will, sollte unbedingt all inklusive buchen. Wir werden gern wieder auf die Malediven fliegen, aber keinesfalls in dieses Hotel. Insgesamt war der Urlaub schön, aber für den Preis hatten wir mehr erwartet.
     
 
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